Protestantismus

Reformator des Protestantismus ist Martin Luther (1483 - 1546). Er begründet mit dem Protestantismus eine neue christliche Konfession (= Bekenntnis), ohne es zunächst zu wollen.

Nach Luthers anfänglicher Lehre sind Laien  durch die Taufe Priester, es bedürfe keiner Vermittlung zwischen Gott und den Gläubigen. Daraus folgert er zunächst eine demokratische Kirchenverfassung (von unten nach oben organisierte Kirche), die er nach dem Bauernkrieg aber zurücknimmt. Es entstehen Evangelische Landeskirchen.

Außerdem legen im Protestantismus zunächst auch  Laien die Bibel aus, was nach dem Bauernkrieg (viele verschiedene konkurrierende religiöse Richtungen, v.a. wenn jedermann die Bibel auslegen kann!) ebenfalls revidiert wird.

Voraussetzung für die Bibelauslegung durch Laien ist, dass die Bibel in der Volkssprache vorliegt, daher die Bibelübersetzung Luthers.

Luther lehnt Orden und Heilige ab: Nur was in der Bibel steht, ist verbindlich, die Offenbarung geschieht nur durch die Bibel: Schriftprinzip (sola scriptura = nur die Schrift)! 

Entscheidend für die Erlangung des Seelenheils sind der Glaube (sola fide = nur durch den Glauben) und die Gnade Gottes (sola gratia = nur durch die Gnade Gottes) (Röm 3,28). Dies richtet sich gegen den Katholizismus.

Christentum

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