Sklaverei in der Antike
Vielen fallen Gladiatoren ein, wenn sie an römische Sklaven denken. Der bekannteste Sklave und Gladiator war Spartacus, der Führer des nach ihm benannten großen Sklavenaufstands. Der weitaus größte Teil der Sklaven aber war nicht als Gladiator tätig. Auch ging es ihnen nicht allen gleich.
Die Sklaven waren persönlich unfrei, sie konnten auch gekauft oder verkauft werden. Auch war Misshandlung, sogar Töten erlaubt, denn Sklaven galten als Sache. In der Praxis liefen die Dinge aber häufig milder ab, je nachdem, wo und wie Sklaven eingesetzt wurden, denn wer seinen Sklaven ernsthaft schädigte, schädigte die Arbeitskraft, die man zu benutzen trachtete. Auch wirkten einige Philosophenschulen mäßigend.
Sklave konnte man meist infolge von Kriegen, von Verschuldung, als Bestrafung oder wegen der Gewinnsucht von Sklavenhändlern werden. Die großen Adelsfamilien besaßen Tausende Sklaven. Der Sklavenstand war erblich.
Es gab Sklaven, die im Haushalt der Patrizier arbeiteten, und solche, die auf den Landgütern oder im Handwerk oder in Bergwerken oder anderswo beschäftigt waren. Manchen Haussklaven ging es in der Praxis besser als manchen freien römischen Bürgern, vor allem, wenn sie über eine hohe berufliche Qualifikation verfügten. Auch der Staat besaß Sklaven.
Erst in der Kaiserzeit wurde die Sklaverei auf dem Lande durch den Kolonat, zurückgedrängt bzw. ersetzt.
