Bündnis von Proletariat und Bauernschaft (Marxismus- Leninismus)

Marx und Engels gingen davon aus, dass im Zuge der Industrialisierung nur noch die zwei Hauptklassen der (industriellen) (Groß)bourgeoisie und des von ihnen so genannten „Proletariats“ bzw. der „Arbeiterklasse“, also der Industriearbeiterschaft, in unversöhnlichem Gegensatz zueinander stünden und in der sozialistischen Revolution aufeinanderprallen würden (Zwei-Klassen-Theorie)

Lenin dagegen entwickelte vor dem Hintergrund der Revolution in Russland und der zurückgebliebenen Wirtschaftsstruktur Russlands mit seiner in weiten Teilen des Landes noch vorhandenen Agrargesellschaft die Theorie vom Bündnis von Proletariat und Bauernschaft gegen die industrielle Großbourgeoisie, auch „Großkapital“ genannt, und großen Grundbesitzern, insbesondere auch der Kirche.

Das Bündnis sollte unter Führung der Arbeiterklasse stehen, diese wiederum unter Führung ihrer Partei, der „Partei der Arbeiterklasse“, also der kommunistischen Partei (Führende Rolle der Partei). Die „Weiterentwicklung“ des Marxismus unter anderem durch die Theorie vom Bündnis von Proletariat und Bauernschaft“ nennt sich „Marxismus- Leninismus“. Die Theorie wurde auch von den chinesischen Kommunisten unter Mao Zedong aus denselben Gründen im Kern übernommen.

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