Aufklärung

Geistige Bewegung des 18.Jhs, die alle Dinge dieser Welt unter dem Gesichtspunkt der Vernunft betrachtet. Folgen sind z.B. neue Staatstheorien (John Locke; Montesquieu; Rousseau); Religionskritik (Lessing, Voltaire, Diderot, usw.); mächtiger Aufschwung der Naturwissenschaft; Aufkommen von Pädagogik und frühe Frauenemanzipation. Die Aufklärung schafft die geistigen Voraussetzungen für die Überwindung des Absolutismus und für die moderne Demokratie. Als wissenschaftliche Methode geht sie von der Anschauung der sinnlich erfassbaren Wirklichkeit aus, hinterfragt diese kritisch und leitet davon überprüfbare Aussagen bzw. naturwissenschaftliche Gesetze ab. Ihr Ziel ist Wissen. Damit steht sie methodisch und in Bezug auf ihr Ziel im Gegensatz etwa zu einer Religion, die von einer offenbarten göttlichen Botschaft ausgeht, die in einer heiligen Schrift niedergelegt ist, welche im Zweifelsfall die Wahrnehmung und Deutung der Wirklichkeit bestimmt. Das Ziel der Religion ist Glauben.

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