Was ist ein Kloster?
Das Kloster ist der Ort, in dem eine Mönchs- oder Nonnengemeinschaft wohnt.
Ideale
Dem Leben von Mönchen und Nonnen in Klöstern liegt der Gedanke zugrunde, dass ein anspruchsloses, asketisches, von der Welt zurückgezogenes Leben in Armut, Gehorsam und Keuschheit (=keine sexuellen Kontakte) es ermögliche, Gott näher zu kommen.
Ursprung und Ausprägungen
Das Mönchtum geht auf die Spätantike zurück. Es gibt unterschiedliche Auffassungen der Mönche, Nonnen und verschiedenen
Orden darüber, welches Gewicht der Individualität bzw. der Gemeinschaft zukommen, welche Bedeutung Arbeit und asketische Übungen besitzen.
Benedikt von Nursia
Für den Bereich der römisch- katholischen Kirche wurde Benedikt von Nursia (um 480 bis 553 n.Chr.) , der Begründer des Benediktinerordens, mit seiner Ordensregel und seiner Klostergründung (in Monte Cassino in Mittelitalien 529 n.Chr.) besonders bedeutsam.
Grundsätze
Der zentrale Leitsatz heißt "ora et labora" = bete und arbeite. Dieser Grundsatz wird im organisatorischen Rahmen des Ordens und ganz praktisch im täglichen Leben im Kloster umgesetzt. Gebetet wird zu bestimmten, festgelegten Tages- und Nachtzeiten, gearbeitet wird während des Tages. Ein System von Regeln legt den Tages- und Nachtablauf des Mönches bzw. der Nonne fest, ein weiteres Regelsystem schreibt fest, wie ein Kloster gebaut sein muss, dass die Ideale mönchischen Lebens (vgl. 1. Abschnitt)
verwirklicht werden können. Der Klosterplan von St. Gallen, ein Idealplan aus der Karolingerzeit, zeigt, wie ein Kloster gebaut sein sollte.
Klösterliche Kultur
Die Klöster galten als zentrale Stütze der Kultur. Viele Mönche konnten schreiben, viele Klöster schrieben Bücher neu oder schrieben alte, auch antike Bücher ab und schmückten sie mit Bildern aus. Es blühte eine klösterliche Kultur. Das Kloster Reichenau z.B. wurde Zentrum der Buchmalerei zur Zeit der ottonischen Kaiser.
Politische und militärische Bedeutung
Wegen ihrer Schreibkunst und wegen der Bildung, über die die Äbte als Klosterleiter und ihre Mönche verfügten, wurden Klöster vor allem im frühen und hohen Mittelalter für staatliche Aufgaben herangezogen. Berühmte Äbte unternahmen auch diplomatische
Missionen für Könige und Kaiser. Dazu kam, dass die Klöster auch Soldaten stellten. Äbte sah man oft im Krieg, die Kirche besaß viel Land und damit auch Vasallen. Deswegen war es für den König auch wichtig, wer Abt war und ob ersich auf ihn verlassen konnte. Wegen ihres Reichtums mussten Klöster des öfteren auch den Kaiser mit seinem Hof beherbergen.
KI
Benutze die folgenden Prompts für die Suche mit KI:
Wie sieht eine Mönchsrobe aus?
Wie sieht der Tagesablauf im Kloster aus?
Was ist Mönchsgesang? Zeige Beispiele
Was sind Stundengebete?
Stelle mir bitte die Regel des Heiligen Benedikt vor.
Mehr auf der Kulturseite Klosterinsel Reichenau
Denkanstöße
Warum braucht ein Kloster wohl eine Klausur?
Welche Aufgabe übernimmt der Gesang der Mönche? Weshalb wäre Rap oder HipHop unpassend?
- Gehorsam
a - Könntest du dir vorstellen, die Regel des Heiligen Benedikt von Nursia zu befolgen?
b - Welche heutigen "modernen" Werte werden dadurch verletzt?
c - Wie begründen sich die heutigen "modernen" Werte?
