Thermen
Funktion: Große Thermen waren Bäder, Treffpunkte, Sportplatz, Ladenzeile und Bibliothek usw., alles in einem, kurz Freizeitzentren. Sie waren mit Marmor und Statuen prächtig ausgeschmückt. Ihre Nutzung gehörte zum Massenvergnügen. Natürlich gab es auch kleinere Thermen als die Kaiserthermen in Rom, und zwar im ganzen Reich. Ein Beispiel sind die Thermen im heutigen Badenweiler. Besonders reiche Römer besaßen als prestigeträchtigen Luxus Privatbäder.
Bautyp: Zu den Bestandteilen einer Therme gehörte die Abfolge von Caldarium (Warmbad), Tepidarium (Lauwarmbad) und Frigidarium (Kaltbad), daneben gab es eines oder mehrere Spezialbäder (Sudatorium: Schwitzbad), einen Ruheraum und einen Umkleideraum (Apodyterium). Kaiserthermen in Rom besaßen darüber hinaus ein Sportschwimmbecken (Natatio), Gärten mit Säulenumgang (Peristyle), Sportanlagen (Palästra). Beheizt wurde mit Holz, wobei eine große Kaisertherme jährlich einen ganzen Wald verheizen konnte. Das Wasser musste oft von weither mittels Aquädukten transportiert werden,
Caracalla- Thermen in Rom, (Bild: DEidG) Modell des Museo della Civiltà in Rom
Plan der Diocletian-Thermen in Rom (Gemeinfrei) 1 Caldarium 2 Tepidarium 3 Frigidarium 4 Natatio 5 Palästra 6 Eingang
Ein Becken der römischen Therme in Badenweiler (Bild: DEidG)
