Circus

(Römischer) Circus

Ein römischer Circus dient der Veranstaltung von Wagenrennen, nicht dem Gladiatorenkampf. 

Die Rennbahn war sandig, denn die Rennpferde liefen ohne Hufeisen. In den Carceres am Schmalende der Rennbahn warteten die Pferde vor dem Rennen. Die Carceres besaßen Gittertüren mit zwei Flügeln zur Bahn hin. Die Erhebung in der Mitte der Rennbahn, die Spina, musste umfahren werden. Sie sollte verhindern, dass Gespanne in die Gegenfahrbahn ausbrechen. Wer stürzte, konnte sich auf der Spina in Sicherheit bringen. Hier stand Personal für Erste Hilfe und die Beseitigung gestürzter Gespanne bereit. Seitlich befanden sich die Ränge für die Zuschauer. 

Verlauf der Rennen: Es gab sieben Umfahrten. Auf der einen Seite der Spina befanden sich sieben Delphine, auf der anderen sieben Eier: Sobald das vorderste Gespann eine Runde vollendet hatte, wurden ein Delphin und ein Ei abgenommen. In der Kaiserzeit wurden zehn bis zwölf Rennen in sechs bis acht Stunden veranstaltet. Es gab Renngesellschaften und Wetten. Die Wagen lenkten zunehmend Sklaven und Freigelassene. Es wurden dabei Vermögen gemacht.

Circus Maximus im Modell des Museo della Civiltà Romana in Rom. Dahinter Palatin, Forum Romanum und Colosseum (Bild: DEidG)

Circus Maximus heute, Rom, Teilansicht. Die Erhebung in der Mitte ist die Spina, die die Rennbahn der Länge nach teilte (Bild: DEidG)

 

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