(Römische) Curia
Unter der Curia versteht man den Regierungssitz, den Sitz des römischen Senats. Dieser regierte in der Zeit der Republik. In der Kaiserzeit wird er respektvoll behandelt, aber bis auf wenige Rechte und Zuständigkeiten weitgehend entmachtet. In der Spätantike geht die Entmachtung noch weiter.
Bei dem Curia- Gebäude auf dem Forum Romanum in Rom handelt sich nicht um das republikanische bzw, kaiserzeitliche Originalgebäude, sondern es stammt aus der Spätantike aus der Zeit Kaiser Diocletians Ende des 3. Jhs. Ursprünglich besaß es eine vorgelagerte Säulenhalle („Portikus“).
Inneneinrichtung heute: Teilweise ist noch der originale spätantike Marmorfußboden erhalten. Auf den Stufen standen die Sitze der Senatoren. Auf dem Sockel im Hintergrund zwischen den Türen saßen die Vorsitzenden, normalerweise die beiden Konsuln, und - in der Kaiserzeit - auch der Kaiser. Die Figur ohne Kopf aus Porphyr, rotem Marmor aus Ägypten, stellt einen Kaiser dar, unschwer schon am Material zu erkennen, das wegen seiner Seltenheit den Herrschern vorbehalten war.
Außerhalb Roms meint der Begriff “Curia” das „Rathaus“, den Sitz der „Kurialen“, der Ratsherren der Stadt aus besitzenden und gebildeten Bürgern. Sie regieren die Stadt und schmücken sie auch mit aus. Wie in Rom gehörte die Curia zum jeweiligen Forum.
Curia Julia. Rom, Forum Romanum, Außenansicht (Bild: DEidG)
Curia Iulia, Rom Innenansicht (Bild: DEidG)
