Klassizismus

Klassizismus (Kunstepoche)

Der Klassizismus in Deutschland ist  eng verbunden mit Johann Joachim Winckelmann und der Weimarer Klassik, deren bekannteste Köpfe Schiller und Goethe sind. Goethe stirbt erst 1832, lebt also parallel zur Romantik. Er beeinflusst noch das ganze 19. Jahrhundert stark. 

Der Klassizismus betrifft den Zeitraum von ca. 1750–1830 und ist ein Kunststil, der sich auf die Bereiche Architektur, Malerei, Bildhauerei und teilweise Literatur erstreckt. Gegenüber dem als überladen und verspielt empfundenen Rokoko grenzt er sich durch Klarheit, Einfachheit und Rationalität ab. Typisch sind Gebäude mit Architekturelementen aus der Antike, denn diese ist das große Vorbild. 

Eine neue Welle der Antikenrezeption setzt ein, ausgelöst zum Teil durch die Ausgrabungen in Pompeji und stark durch den deutschen Gelehrten Johann Joachim Winckelmann (Biographie siehe Kulturseite König Ludwig I. von Bayern und sein Klassizismusprojekt). 

Der Klassizismus orientiert sich also wie die Renaissance an der Antike, in Form des Humanismus des preußischen Reformers Wilhelm von Humboldt wirkt er über den Lateinunterricht und den Altgriechischunterricht in  die Gymnasien hinein und beeinflusst die Bildung der deutschen Eliten bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Die Deutsche Klassik dagegen ist ein literarischer Klassizismus, also eine Literaturepoche.

Mehr zur Kunstepoche Klassizismus auf der Epochenseite König Ludwig I. von Bayern und sein Klassizismusprojekt in München und Bayern

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