Verfassungspatriotismus

Politisches Konzept, das die Integration auf die Anerkennung der Verfassung beziehungsweise des Grundgesetzes und seiner Werte beschränken will.

Von woken Multikulturalisten und Antinationalisten wird der Verfassungspatriotismus nach außen hin vertreten, um sich gegen den Vorwurf zu wehren, nur die Interessen von Minderheiten und Ausländern zu vertreten, der autochthonen Bevölkerung die Heimat zu nehmen, Nation und nationale Kultur schwächen oder auflösen zu wollen und die Gesellschaft in lauter Parallelgesellschaften aufzulösen, die nur noch durch einen autoritären Staat mit totalitären Zügen zusammengehalten werden können. Sie bemerken den Widerspruch zwischen Multikulturalismus und den Erfordernissen der Integration in eine bestehende Gesellschaft, tarnen ihn aber durch einen in Worten vertretenen Verfassungspatriotismus, dem keine Taten folgen, im Gegenteil.

Konservativen dagegen geht der Verfassungspatriotismus nicht weit genug. Sie sehen in ihm einen Schritt in die richtige Richtung von Integration und Leitkultur, möchten aber mit dem Konzept der Kulturnation weitere Angebote zur besseren Integration der Gesellschaft machen. Sie verfechten ein Konzept der Akkulturation, wie es von modernen Einwanderungsgesellschaften, etwa den USA, Kanada und Australien angewendet wird, haben aber auch nichts gegen eine freiwillige Assimilation einzuwenden.

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