Märchen
Man unterscheidet Volksmärchen und Kunstmärchen. Volksmärchen entstammen einer meist mündlichen Erzähltradition und haben keinen bestimmten Verfasser. Sie beginnen oft mit der Formel „Es war einmal …“ Kunstmärchen dagegen werden von einem bekannten Autor verfasst.
Kennzeichnend für die Märchenwelt ist das selbstverständliche Auftreten des Wunderbaren und Übernatürlichen, etwa in Gestalt von Zauberei, sprechenden Tieren oder fantastischen Wesen. Besonders im Volksmärchen treten häufig typisierte Figuren auf, beispielsweise die schöne Prinzessin, der mutige Held, die böse Stiefmutter oder die gute Fee. Gut und Böse sind meist deutlich voneinander geschieden. Häufig siegt am Ende das Gute, während das Böse bestraft wird.
Zu den bekanntesten Beispielen für Volksmärchen gehören die von Jacob und Wilhelm Grimm gesammelten und bearbeiteten Kinder- und Hausmärchen, siehe Dein Einstieg in die deutschsprachige Literatur, dort Literaturepoche Romantik.
