Symbolismus
KI- Text von ChatGPT
Der Symbolismus etablierte sich in den 1880er-Jahren, vor allem in Frankreich, als literarische Bewegung. Seine Wurzeln reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Er wandte sich gegen die wirklichkeitsgetreue Darstellung des Naturalismus und gegen ein ausschließlich wissenschaftlich-rationales Weltverständnis.
Der Wiener Symbolismus
Der Wiener Symbolismus gehört zur Wiener Moderne und verbindet die französische symbolistische Poetik mit einer besonderen Sensibilität für Vergänglichkeit, Traum, Erotik, Tod, Erinnerung und die Krise des modernen Ichs.
Anders als der französische Symbolismus bildete er keine klar abgegrenzte literarische Schule. Zu den wichtigsten Vertretern des Wiener Symbolismus gehören Hugo von Hofmannsthal, Richard Beer-Hofmann und Leopold Andrian. Arthur Schnitzler und Rainer Maria Rilke stehen in einzelnen Werken dem Symbolismus nahe, lassen sich jedoch nicht ausschließlich dieser Strömung zuordnen. Auch Felix Dörmann weist symbolistische Züge auf.
Die drei Grundideen des literarischen Symbolismus
1. Das Symbol als Mittel indirekter Bedeutung
Ein symbolistisches Gedicht erklärt seine Bedeutung nicht vollständig. Ein Garten kann beispielsweise zugleich eine reale Landschaft, ein Bild der Erinnerung und ein Sinnbild des verlorenen Paradieses sein.
2. Die Musik der Sprache
Rhythmus, Vokale, Klangfarben und Wiederholungen tragen selbst Bedeutung. Verlaine formulierte dies mit seiner berühmten Forderung:
De la musique avant toute chose.
Musik vor allem anderen.
3. Die verborgene Wirklichkeit
Die sichtbare Welt wird als Oberfläche verstanden, hinter der sich tiefere geistige, psychologische oder metaphysische Zusammenhänge verbergen. Der Dichter versucht, diese durch Bilder und sprachliche Verbindungen erfahrbar zu machen.
